Leserbrief




Sehr geehrte Redakteure der Kikerikizeitung!

Wie mit Hr. Steinmann besprochen, sende ich Ihnen meinen Leserbrief.

Ich danke Ihnen für die Unterstützung. Da die Kleine Zeitung, so wie es scheint, nicht gewillt ist ihren eigenen Fehler einzugestehen (Ich weiß, dass es viele Leserbriefe an die Kleine Zeitung gegeben hat, die einfach ignoriert wurden), würde es uns freuen, durch Ihre Zeitung die beteiligten Herren “aufzuwecken”.



Echsenmenschen in Anger?!

Nach dem Bericht von Lukas Meissl und dem Kommentar von Robert Breitler am Mittwoch, dem 20.5.2015 in den Bezirksseiten der Kleinen Zeitung über den Vortrag bezüglich prähistorischer Fundplätze in und um Anger durch den international anerkannten Prähistoriker und Speläologen (= Höhlenforscher) Mag. Dr. Heinrich Kusch von der Karl-Franzens-Universität Graz fragt man sich, was denken solche Redakteure überhaupt? Dass Dr. Kusch berichtet habe, dass Echsenmenschen in und unter der Erde leben würden und dass sich die Menschen in Anger aus Angst nicht mehr in den Wald trauen, wie die Gratzerbrüder aus Anger es lautstark verkündeten, da könnte man nur lachen. Tatsache ist, dass solche Worte von Dr. Kusch in dem gehaltenen Vortrag nie erwähnt wurden. Doch das Lachen ist den Gratzer-Brüdern schon vergangen.

Diese mehr als üble Verleumdungskampagne der beiden Brüder ist jetzt durch das offizielle Eingeständnis von Herrn Georg Gratzer, nachzulesen im Internet, teilweise richtiggestellt worden, aber es fehlt noch immer die öffentliche Entschuldigung der Kleinen Zeitung, die ja diese Kampagne mitgetragen hat. Was sind das für Redakteure, die nicht einmal wissen, was sich gehört! Wenn man einen Fehler gemacht hat und dies ist jetzt durch das Eingeständnis des Herrn Gratzer öffentlich belegt, sollte man zuerst vor der eigenen Türe kehren und gleich versuchen, dieses Unrecht an der betroffenen Person wieder zu bereinigen und sich in aller Form öffentlich zu entschuldigen. Es kann ja nicht sein, dass man einen in der Öffentlichkeit international bekannten Menschen medial ohne weiteren Kommentar bzw. Gegendarstellung hinrichtet. Wo bleibt da das Rückgrat und die Reaktion der seriösen Kleinen Zeitung bzw. von deren Redakteure?


Der Verfasser des Artikels, Lukas Meissl, wäre er ein Journalist, hätte er vorher ausreichend recherchiert, er war beim Vortrag nicht einmal anwesend; so kann man nur feststellen: Qualitätsloses von einem Journalisten. Hintergrundwissen im Kommentar von Robert Breitler: Nichts Merkbares auf weiter Flur. Zur Mitarbeiter-Auswahl der Kleinen Zeitung kann man nur den Kopf schütteln. Und dass die „KOMMST-LER“ bei der weiteren Erforschung der Angerer Unterwelt helfen, sich im Text als Kunstexperten anbieten und die wissenschaftliche Forschung noch unterstützen wollen, kann nur als gefährliche Drohung für die Wissenschaft gemeint sein. Auf die Idee, vorher die beiden Sachbildbände „Tore zur Unterwelt“ und „Versiegelte Unterwelt“ von Dr. Heinrich und Ingrid Kusch zu lesen, scheinen die Herren nicht gekommen zu sein, bevor sie jemanden öffentlich mit frei erfundenen Geschichten als Werbegag für ihre Veranstaltung zum "Verschwörungsesoteriker" abstempeln. Trägt der Bürgermeister von Anger, Hubert Höfler, das mit? Jedenfalls ist er aufgefordert, Klarstellung betreffend der Aussagen des Brüderpaars Gratzer und der Redakteure Robert Breitler und Lukas Meissl zur Realität zu fordern. Betroffen sind ja nicht nur die Buchautoren, sondern vor allem auch Erich Brandl aus Anger, der ein Jahr lang mit dem Ehepaar Kusch zusammenarbeitete und der mit Mitarbeitern auf große Erfolge in der Forschung zurückblicken kann.


Der Artikel ist auch eine Beleidigung für alle, die an den jahrzehntelangen Forschungen teilnahmen, der in- und ausländischen Universitäten, der Univ. Professoren, der Studenten, der Augustiner Chorherrn, die die Forscher seit mehr als einem Jahrzehnt positiv unterstützen und was noch schlimmer ist, dass der Artikel auch eine himmelschreiende Beleidigung der einheimischen Bevölkerung darstellt, der kein selbstständiges Denken unterstellt wird! Jeder soll und kann sich seine eigenen Gedanken über ein solches Thema machen, nur sollte er zuerst einmal sich selbst informieren. Danach steht es ihm frei, mit Verstand die Tatsachen beurteilen zu können und damit umzugehen.

Mehr ist dazu nicht zu sagen.



Richtigstellung der Kleinen Zeitung, 15. Juli 2015

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Das Geheimnis
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